So tapezierst du Vliestapeten

Geschätze Lesezeit: 10 Minuten
Vliestapeten sind Tapeten auf Vliesträger-Basis mit einer sehr hohen Dimensionsstabilität, die du in vielseitigen Mustern oder Strukturen kaufen und tapezieren kannst. Sie erfreuen sich besonderer Beliebtheit, da Vliestapeten in der sogenannten Wandklebetechnik direkt an die Wände angebracht werden können. Du sparst dir also das Kleistern der Tapetenbahnen und die Einwirkzeit. Wie du Vliestapeten tapezierst, liest du hier.
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Schritt 1: Vorbereitungen treffen: Boden abdecken und Leisten abkleben

Bevor du dein Tapezierprojekt startest, solltest du Möbel und alles, was du nicht zum Tapezieren benötigst, wegräumen. Stelle außerdem den Strom ab und schraube Steckdosenleisten und Lichtschalter von deiner Wand ab. Nun kannst du beginnen, den Raum vollständig mit Abdeckfolie auszulegen, um den Boden vor tropfendem Kleister zu schützen. Nutze dafür am besten eine Abdeckfolie mit Klebeband, das du direkt an die Leisten kleben kannst. Für ein besonders sauberes Tapezierergebnis empfehlen wir dir, die Fußleisten abzuschrauben. Klebe außerdem Fenster und Türrahmen sowie die Übergänge zur Wanddecke ab.

Schritt 2: Alte Tapeten von der Wand lösen

Tapezierst u in einem Neubau oder musst aus anderen Gründen keine alten Tapeten von den Wänden entfernen, kannst du direkt zu Schritt 3 springen. Um alte Tapeten von den Wänden zu entfernen, bearbeitest du diese zunächst mit einer Stachelwalze. Die Löcher, die entstehen, sorgen dafür, dass der Tapetenlöser besser einwirken kann. Anschließend schnappst du dir einen Spachtel und löst die alte Tapete von der Wand. Achte auch darauf Putzreste und Materialrückstände zu entfernen.

Schritt 3: Kontrolliere, ob deine Wand sauber, trocken und glatt ist

Bevor du die Vliestapete an die Wand bringst, solltest du sicherstellen, dass der Untergrund glatt, trocken und sauber ist. Dafür kontrollierst du deine Wände auf Unebenheiten und besserst Risse mit etwas Spachtelmasse aus. Für einen glatten Untergrund solltest du die ausgebesserten Stellen anschließend noch etwas abschleifen. Um zu verhindern, dass Wasserflecken nach dem Tapezieren durchscheinen, kannst du diese mit Isolier-Grundierung abdecken. Stelle außerdem sicher, dass deine Wände trocken sind. Dafür kannst du ein Stück Frischhaltefolie aufkleben und am nächsten Morgen prüfen, ob sich Kondenswasser gebildet hat. Sind deine Wände trocken, solltest du sie mit einem trockenen Tuch von Staub und anderen Schmutzpartikeln befreien.

Schritt 4: Wände grundieren

Im nächsten Schritt geht es an die Grundierung deiner Wand. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn deine Wände zum Beispiel eine zu starke oder zu geringe Saugkraft aufweisen oder zu sandig sind. Um herauszufinden, ob eine Grundierung nötig ist, spritzt du etwas Wasser an deine Wand. Perlt das Wasser ab, ist die Saugkraft zu gering. Zieht das Wasser sofort ein, ist die Saugkraft zu stark. Ob deine Wand zu sandig ist, erkennst du, indem du mit deiner Hand darübe streichst. Ist deine Handfläche danach weiß oder staubig, solltest du eine Grundierung auftragen. Einen optimalen Untergrund für deine Vliestapete schaffst du, indem du einen pigmentierten Tapeziergrund verwendest. Dieser sorgt nämlich auch dafür, dass Helligkeitsunterschiede und kleinere Unebenheiten optisch ausgeglichen werden. Trage die Grundierung mit einem Quast auf deine Wände auf. Für kleinere Flächen und in den Ecken verwendest du am besten einen Pinsel. Halte die vorgeschriebene Trocknungszeit deiner Grundierung ein, bevor du mit dem Tapezieren loslegst.


Schritt 5: Markierungen an den Wänden setzen

Besonders in Altbauten können Wände schief sein, ohne dass es dir bislang so richtig aufgefallen ist. Spätestens beim Tapezieren wirst du das allerdings bemerken! Um deine Vliestapete gerade an die Wand anzubringen, setzt du Markierungen mit einem Bleistift. Rechne dabei ebenfalls wieder einen Verschnitt mit ein. Wenn du also eine Tapetenbreite von 53 cm hast, setzt du deine Markierung mit einem Bleistift bei einer Breite von 50 cm. Wir empfehlen dir mindestens drei Markierungen zu setzen, die in Verbindung mit einander eine Kante bilden. Setze eine Markierung oben, in der Mitte und unten entlang der geplanten Tapetenbahn. Am besten schnappst du dir hierbei die Wasserwaage, um sicherzustellen, dass die Markierungen gerade sind.

Schritt 6: Tapetenbahnen zuschneiden

Nun brauchst du deine Tapetenbahnen in der richtigen Länge. Du kannst dir folgende Formel merken: Raumhöhe + Verschnitt = Länge der Tapetenbahn. Für den Verschnitt setzt du oben und unten idealerweise 5 cm an, sodass deine Tapetenbahn insgesamt 10 cm länger ist, als es die Raumhöhe bedarf.

Schritt 7: Kleister auftragen

Beim Tapezieren von Vliestapeten muss die Tapetenbahn nicht eingekleistert werden. Du trägst den Vlieskleber - achte bitte darauf, einen Tapetenkleister speziell für Vliestapeten zu verwenden - direkt auf die Wand auf. Dafür kannst du eine Farbwalze nutzen, mit der du den Kleber gleichmäßig und dünn an die Wände bringst. Die Ecken lassen sich mit einem Heizkörperpinsel optimal einkleistern. Am besten kleisterst du den Untergrund für circa zwei Tapetenbahnen vor. So kannst du dir beim Tapezieren Zeit lassen und der Kleister trocknet nicht an. Damit dein Kleber nicht ungleichmäßig trocknet, lässt du außerdem Türen und Fenster geschlossen.

Schritt 8: Vliestapete an die Wand kleben

Klebe nun die erste Bahn deiner Vliestapete an die Wand und beginne von der Decke nach unten. Vergiss dabei nicht, oben und unten etwas Überstand zu lassen. Rolle anschließend mit einem Tapetennahtroller über die Vliestapete, damit keine Luftbläschen entstehen. Beim Anbringen der nächsten Tapetenbahn solltest du darauf achten, die bereits angebrachte Bahn nicht zu berühren. Daher ist es wichtig, den Kleister immer bereits für circa zwei Tapetenbahnen an der Wand aufzutragen.

Schritt 9: Überstand entfernen

Ist deine Wand tapeziert, schneidest du im letzten Schritt den Überstand deiner Tapeten ab. Dafür drückst du den Andrückspachtel in die Ecke und schneidest den Verschnitt mit einem Cuttermesser ab. Du kannst außerdem die Übergänge zwischen deinen Tapetenbahnen nochmals mit einem Tapetennahtroller bearbeiten.

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